Wahlprogramm 2025 der Bürger für Langerwehe (BfL)

 

Unser Masterplan für ein transparentes, zukunftsorientiertes und lebenswertes Langerwehe 


Lesen Sie im Folgenden unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2025 in Gänze.

Präambel


Die Bürger für Langerwehe (BfL) stehen seit ihrer Gründung für eine sachorientierte, transparente und bürgernahe Kommunalpolitik. Ohne Parteibindung, aber mit klarer Haltung: Wir entscheiden nicht nach Ideologie, sondern nach dem, was für Langerwehe sinnvoll, machbar und zukunftsfähig ist.


Gegründet haben wir uns Ende 2022 als unabhängige Wählergemeinschaft – aus dem Wunsch heraus, Entscheidungen freier und näher an den Menschen treffen zu können. Wir kommen aus der Mitte der Gesellschaft – aus dem Alltag der Menschen, mit vielfältigen Erfahrungen aus Beruf, Ehrenamt und Familie. Was uns eint: der Wille, Langerwehe gemeinsam nach vorne zu bringen.


Besonders am Herzen liegt uns die Transparenz. Politik muss nachvollziehbar sein – in ihren Entscheidungen, in ihren Finanzen und in ihren Zielen. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein: mit Anträgen, Anstößen und einem kritischen Blick auf eingefahrene Strukturen.


Wir haben gezeigt, dass Politik anders gehen kann – verständlich, ehrlich und lösungsorientiert. In den vergangenen Jahren haben wir viele Impulse gegeben, Missstände benannt und konkrete Vorschläge gemacht. Doch oft fehlte die politische Mehrheit, um diese Ideen auch umzusetzen. Wir wollen das ändern – mit mehr Unterstützung, mehr Verantwortung und dem klaren Anspruch, Langerwehe aktiv zu gestalten.


Mit diesem Wahlprogramm legen wir offen, wofür wir stehen: für solide Finanzen, eine funktionierende Verwaltung, lebendige Orte, nachhaltige Entwicklung und eine moderne Gemeinde, in der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen.


Wir sind überzeugt: Langerwehe kann mehr. Dafür braucht es eine Politik, die nicht nur verwaltet, sondern gestaltet – mit Klarheit, Mut und Verantwortung. Genau dafür stehen wir.

Unser Bürgermeisterkandidat: Andreas Reitler

 

Die BfL – Bürger für Langerwehe – freuen sich, Andreas Reitler als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2025 vorzustellen. 

 

Andreas ist tief in unserer Gemeinde verwurzelt: Mehrere Generationen seiner Familie leben in Langerwehe – er ist einer von uns. Aufgewachsen in Luchem, lebt er heute mit seiner Frau und den beiden Söhnen im großelterlichen Haus in Stütgerloch. Ob Sportverein, Schule, Brauchtum oder Politik – Andreas und seine Familie engagieren sich auf vielen Ebenen für unser Gemeindeleben. 

 

Er kennt Langerwehe und seine Ortsteile aus eigener Erfahrung – und noch mehr: In unzähligen Gesprächen hört er genau zu, was die Menschen bewegt. Dabei wird eines immer klarer: Unsere Gemeinde braucht eine neue Richtung. Verwaltung darf nicht länger Stillstand bedeuten. 

 

Mit Tatkraft, Erfahrung und Herzblut will Andreas Reitler Langerwehe in eine gute Zukunft führen. Er bringt 27 Jahre Berufserfahrung aus der freien Wirtschaft mit, ist seit vielen Jahren in Führungspositionen tätig, kennt den Umgang mit Investoren und Entscheidern – und ist gleichzeitig tief im Ort verankert: als Ratsmitglied und Ausschussvorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. 

 

Andreas ist kein Verwaltungsbeamter – sondern jemand, der gestalten will. Und genau das braucht unsere Gemeinde. 

 

Wir sind überzeugt: Mit Andreas Reitler an der Spitze können wir gemeinsam die Zukunft Langerwehes aktiv und verantwortungsvoll gestalten. 

 

Andreas Reitler ist einer von uns. 

Unser Wahlprogramm

 

Unser Wahlprogramm ist mehr als eine Liste von Forderungen – es ist ein Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ein handlungsfähiges, ehrliches und modernes Langerwehe wünschen. Es beschreibt, was wir erreichen wollen, wo wir bereits etwas bewirkt haben und wie wir unsere Gemeinde in den kommenden Jahren gestalten möchten. 

 

Wir haben die Inhalte bewusst entlang zentraler Lebensbereiche gegliedert – von Finanzen und Verwaltung über Familien- und Jugendpolitik bis hin zu Umwelt, Infrastruktur und gesellschaftlichem Zusammenhalt. So kann jede und jeder schnell nachlesen, was einem persönlich besonders am Herzen liegt. 

 

Unsere Politik basiert auf Klarheit, Machbarkeit und echter Verantwortung. Wir zeigen nicht nur, was nötig ist – sondern auch, wie es gehen kann. 

1.) Finanzen & Verwaltung 

 Solide, transparent, verantwortungsvoll


 

Für uns als BfL ist eine verlässliche Haushalts- und Verwaltungspolitik keine Nebensache, sondern die Grundlage allen kommunalen Handelns. In den vergangenen Jahren haben wir in diesem Bereich bereits viel erreicht – vor allem mit Blick auf Transparenz und Bürgernähe. Dennoch bleiben viele Entscheidungen und Prozesse für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Gleichzeitig nimmt der finanzielle Handlungsspielraum der Gemeinde weiter ab: Steigende Umlagen, wachsende Verpflichtungen und der jahrzehntelange Aufbrauch kommunaler Rücklagen engen die Spielräume ein. 

 

Trotzdem sehen wir Potenzial. Es gibt nach wie vor strukturelle Einsparmöglichkeiten, die von uns regelmäßig aufgezeigt werden – besonders im Rahmen der Haushaltsberatungen. Während andere Fraktionen im Wahljahr lieber teure Wahlgeschenke verteilen, setzen wir auf kritisches Hinterfragen, langfristige Planung und klare Prioritäten. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Solide Haushaltsführung ist für uns kein Sparzwang, sondern Verantwortung gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern. Wir wollen Steuererhöhungen möglichst vermeiden – und tun dafür mehr, als nur zu fordern. Wir bringen eigene Vorschläge ein, analysieren Ausgaben im Detail und setzen uns für eine nachhaltige Konsolidierung auf der Ausgabenseite ein. Andere Fraktionen sehen bei Haushaltslücken vor allem die Steuerzahler in der Pflicht. Wir nicht. 

 

Wir setzen auf Transparenz, Digitalisierung und eine effiziente Verwaltung. In unseren Anträgen geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um Strukturen: Wie lässt sich besser steuern, besser kommunizieren, besser planen? Wir glauben, dass Bürgerinnen und Bürger nur dann Vertrauen in kommunale Entscheidungen entwickeln können, wenn sie verstehen, warum etwas passiert. Darum setzen wir uns für öffentliche Beratungen, verständliche Haushaltsinstrumente und nachvollziehbare Projekte ein. 

 

Wir sind überzeugt: Verwaltung, Politik und Bürgerschaft müssen gemeinsam an einem Strang ziehen – mit Offenheit, Vertrauen und klaren Regeln. Daran arbeiten wir. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Auf unseren Antrag hin wurde ein sogenannter Taschenhaushalt eingeführt, der den Bürgerinnen und Bürgern einen kompakten und verständlichen Überblick über die wichtigsten Haushaltszahlen gibt. Ergänzt wird dieses Instrument durch einen interaktiven Online-Haushalt, der mittlerweile deutlich übersichtlicher gestaltet ist als noch vor wenigen Jahren. 

 

Auch bei der Transparenz der Kreditaufnahmen hat sich auf unseren Druck hin etwas bewegt: Die Übersicht im Haushaltsplan wurde verbessert und um eine regelmäßige, unterjährige Berichterstattung ergänzt. So können Gemeinderat und Öffentlichkeit besser nachvollziehen, wie sich die finanzielle Lage im Laufe des Jahres entwickelt. 

 

Ein wichtiger Schritt zur strukturellen Haushaltsverbesserung ist unsere Initiative zur Einrichtung einer interfraktionellen Task Force Haushalt. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, Einsparpotenziale im Detail zu analysieren – über Fraktionsgrenzen hinweg, gemeinsam mit der Verwaltung. Der Antrag wurde gestellt, und wir werden weiter darauf drängen, dass dieses Instrument mit Leben gefüllt wird. 

 

Auch im Bereich Digitalisierung konnten wir konkrete Fortschritte anstoßen: In Langerwehe gibt es mittlerweile einen Digitalisierungsbeauftragten. Besonders positiv bewerten wir die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Nideggen über die KDVZ, die – auch wenn sie außerhalb des öffentlichen Fokus steht – ein sinnvoller und pragmatischer Schritt ist. 

 

Ein echtes Erfolgsbeispiel bürgernaher Verwaltung ist der digitale Mängelmelder, den wir beantragt und eingeführt haben. Bereits über 230 Meldungen zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger nehmen dieses Angebot gerne an, um unkompliziert auf Missstände wie defekte Straßenlaternen, Müllablagerungen oder beschädigte Wege hinzuweisen. Verwaltung und Bürgerschaft rücken hier ganz konkret näher zusammen. 

 

Zudem haben wir beantragt, dass auch Langerwehe von der NRW-Altschuldenregelung profitieren soll. Dieses Entschuldungsprogramm kann der Gemeinde helfen, finanzielle Lasten zu reduzieren und mehr Spielraum für Zukunftsinvestitionen zu schaffen. Der Antrag wurde gestellt, wir erwarten die Prüfung und Umsetzung. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Auch wenn die Gemeinde mittlerweile auf unser Drängen hin ein Fördermittelmanagement eingeführt hat, muss dessen Anwendung konsequent weiterentwickelt werden. Noch immer werden zu viele Chancen verpasst, weil Fördermittel nicht rechtzeitig beantragt oder Projekte nicht ausreichend vorbereitet werden. Unser Ziel ist es, dass bei jeder Maßnahme frühzeitig geprüft wird, welche Förderprogramme von Bund und Land in Anspruch genommen werden können. Eine kluge Fördermittelstrategie entlastet den Haushalt und schafft echten Mehrwert für unsere Gemeinde. 

 

Ein weiteres zentrales Anliegen ist die systematische Analyse der gemeindeeigenen Liegenschaften. Unser Antrag, hier endlich Transparenz und einen konkreten Überblick zu schaffen, wurde abgelehnt – dabei ist dieses Thema für eine solide Finanzplanung unerlässlich. Der Sanierungsstau macht auch vor öffentlichen Gebäuden nicht Halt. Deshalb braucht es eine fundierte Bestandsaufnahme und eine klare Priorisierung – gerade mit Blick auf notwendige energetische Sanierungen, mögliche Förderungen und langfristige Einsparpotenziale. 

 

Während andere Fraktionen bei Haushaltslücken oft reflexartig zu Steuererhöhungen greifen, halten wir diesen Weg für falsch. Auch wenn es unrealistisch ist, jede Erhöhung dauerhaft auszuschließen, muss die Ausgabenseite stets zuerst überprüft werden. Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es möglich ist, den Haushalt kritisch zu durchleuchten und trotzdem wichtige Projekte zu ermöglichen. Das bleibt unser Anspruch: Investieren mit Augenmaß – statt Belastungen nach Schema F. 

 

Ein besonderer Kritikpunkt bleibt für uns die mangelnde Transparenz politischer Entscheidungsprozesse. Beratungen gehören so oft wie möglich in die Öffentlichkeit – nicht in interne Gremien oder kurzfristige Tischvorlagen. Wir lehnen jede Form von Hinterzimmerpolitik ab. Besonders kritisch sehen wir in diesem Zusammenhang die gemeindeeigene Entwicklungsgesellschaft Langerwehe (EGL). Trotz hundertprozentigem Gemeindebesitz ist der Einfluss des Rates stark begrenzt, Informationen sind nur schwer zugänglich und Entscheidungen entziehen sich der öffentlichen Kontrolle. Das widerspricht unserem Anspruch an offene und ehrliche Kommunalpolitik. 

 

Auch die bestehenden Instrumente zur Haushaltstransparenz möchten wir weiterentwickeln. Der Taschenhaushalt ist ein guter Anfang, muss aber inhaltlich geschärft und verständlicher aufbereitet werden. Auch der interaktive Haushalt bietet Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft wird. Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger nicht nur die Zahlen einsehen können – sondern sie auch verstehen. 

2.) Verkehr & Infrastruktur 

Sicher, durchdacht, modern – für alle Ortsteile 


Langerwehe braucht eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur – sicher, funktional und angepasst an die Lebensrealität vor Ort. In der vergangenen Wahlperiode wurde viel versprochen und von großen Veränderungen gesprochen, umgesetzt wurden bislang jedoch lediglich erste Konzepte. Diese sind hilfreich, doch nun müssen sie im Rahmen des Strukturwandels und mit Hilfe entsprechender Fördermittel auch realisiert werden – mit Augenmaß und klaren Prioritäten. Unsere Aufgabe als Kommunalpolitik ist es jetzt, dafür zu sorgen, dass aus Plänen konkrete Verbesserungen entstehen. 

 

Ein zentraler Punkt ist die Entlastung der Hauptstraße. Der Verkehr muss besser gesteuert und entzerrt werden – ohne die Realität des ländlichen Raums auszublenden. Der Pkw-Verkehr wird auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen, insbesondere für die Erreichbarkeit von Geschäften, Ärzten oder Bahnhöfen. Gleichzeitig müssen wir alternative Mobilitätsformen gezielt ausbauen: sichere Radwege, ein gut angebundener ÖPNV und ergänzende Angebote wie Carsharing oder Mobilboxen erhöhen die Flexibilität – und damit die Lebensqualität für alle. 

 

Im Zuge des Strukturwandels ist auch die Anbindung des entstehenden Gewerbegebiets an der L12n ein zentrales Infrastrukturthema. Der zunehmende Liefer- und Pendlerverkehr muss sinnvoll gelenkt werden, um die bereits stark belasteten Bereiche entlang der K27 nicht weiter zu verschärfen. Die Mobilitätsstrategie der Zukunft darf kein Flickenteppich sein – sie muss wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus, Alltag und Umwelt zusammendenken. Dabei ist eine enge Abstimmung mit dem Kreis Düren und den Nachbarkommunen unerlässlich. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir setzen auf realistische, ortsnahe Lösungen. Mobilität muss funktional, sicher und bürgernah sein – nicht ideologisch, sondern alltagstauglich. Dabei gilt für uns: Was möglich ist, muss auch umgesetzt werden. Wir prüfen Vorschläge gründlich, unterstützen gute Ideen – unabhängig von ihrer Herkunft – und setzen uns für deren konsequente Realisierung ein. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen zurecht erwarten, dass Verkehrspolitik nicht in Arbeitskreisen steckenbleibt, sondern sich durch sichtbare Verbesserungen im Alltag bemerkbar macht. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

In den vergangenen Jahren haben wir viele gute Initiativen konstruktiv begleitet und vorangetrieben. So wurden unter anderem die Grundlagen für die Umgestaltung der Hauptstraße geschaffen. Wir haben die Planungsprozesse kritisch begleitet und werden uns weiterhin für eine Umsetzung mit Augenmaß einsetzen. 

 

Im Bereich der Fahrradfreundlichkeit haben wir Vorschläge mitgetragen, die sichere Radverbindungen fördern sollen. Auch wenn das Thema für Langerwehe nicht flächendeckend oberste Priorität hat, setzen wir uns dort, wo es sinnvoll ist, für Verbesserungen ein. 

 

Auch das kreisweite Projekt zur Einführung von Mobilboxen wurde von uns positiv begleitet. Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Alltagsmobilität – vor allem für Menschen, die bewusst oder gelegentlich auf das Auto verzichten wollen. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

In der kommenden Wahlperiode wollen wir die Umgestaltung der Hauptstraße konkret einleiten. Das vom Büro De Zwarte Hond erarbeitete Konzept bietet eine gute Grundlage – nun müssen daraus realisierbare Etappen entstehen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen frühzeitig einbezogen und über den Stand der Umsetzung transparent informiert werden. 

 

Die Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur soll gezielt an den Punkten weitergeführt werden, an denen Sicherheit und Alltagstauglichkeit im Vordergrund stehen. Dabei setzen wir auf bauliche Verbesserungen – nicht nur auf Markierungen. 

 

Zudem wollen wir die Parkraumsituation in den Ortsteilen und rund um öffentliche Einrichtungen besser erfassen und mit intelligenten Maßnahmen reagieren. Die laufende Prüfung eines zentral gelegenen Parkhauses begleiten wir konstruktiv – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es als Teil eines übergreifenden Mobilitätskonzepts gedacht wird. Ein solches Mobilitätsmodul muss Übergänge zwischen Auto, Fahrrad, ÖPNV und Carsharing ermöglichen, Ladeinfrastruktur bieten und damit den Mobilitätsalltag in Langerwehe konkret erleichtern. 

 

Nicht zuletzt fordern wir ein transparentes und nachvollziehbares Straßen- und Wegekonzept. Straßenschäden dürfen nicht nach dem Zufallsprinzip oder aus dem Bauch heraus saniert werden. Mit einem klaren Sanierungsfahrplan, verknüpft mit der Liegenschaftsstrategie, können Maßnahmen sinnvoll gebündelt, Haushaltsmittel effizient eingesetzt und Bürgerinnen und Bürger fair informiert werden. 

3.) Lebensqualität im Alltag 

Pflege, Ordnung und ein gutes Gefühl vor der Haustür 

 

Lebensqualität entsteht nicht durch große Prestigeprojekte, sondern im Alltag – durch saubere Gehwege, gepflegte Grünflächen, funktionierende Straßenbeleuchtung und ein sicheres Umfeld. Langerwehe soll auch in Zukunft ein Ort sein, in dem man sich gerne aufhält, sich sicher fühlt und seinen Alltag verlässlich gestalten kann. 

 

Wir nehmen diese Aufgabe ernst – als Kommune und als Bürgergemeinschaft. Denn ein gepflegter Ort ist auch das Ergebnis gemeinsamen Verantwortungsbewusstseins. Es beginnt mit dem Müll, den wir wieder mitnehmen, mit Rücksicht auf andere, mit der Pflege der eigenen Grundstücksgrenzen. Lebensqualität ist nichts Abstraktes – sie wird vor Ort erlebt, jeden Tag. 

 

Auch bei der Neugestaltung öffentlicher Flächen – etwa im Rahmen der Hauptstraße – setzen wir uns dafür ein, dass nicht nur Optik und Nutzung im Vordergrund stehen, sondern auch der spätere Pflegeaufwand realistisch eingeplant wird. Nachhaltigkeit heißt für uns auch: Konzepte, die dauerhaft funktionieren. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Viele verlieren sich in Einzelmaßnahmen oder kurzfristigem Aktionismus. Wir betrachten Sauberkeit, Pflege und Ordnung als Teil eines kommunalen Gesamtkonzepts. Unser Ziel ist nicht nur, sichtbare Probleme zu beseitigen, sondern Strukturen zu schaffen, die dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Mit dem von uns eingeführten Mängelmelder steht der Gemeinde ein unkompliziertes, digitales Werkzeug zur Verfügung, um Probleme im öffentlichen Raum schnell zu melden – von defekten Straßenlaternen bis zu wilden Müllablagerungen. Die rege Nutzung zeigt: Die Bürgerinnen und Bürger wollen mithelfen, wenn man ihnen die richtigen Mittel an die Hand gibt. So entsteht ein direkter Draht zwischen Bürgerschaft und Verwaltung – und ein konkreter Beitrag zur Lebensqualität im Alltag. 

 

Darüber hinaus haben wir das Thema Sauberkeit und Pflege immer wieder aktiv eingebracht – nicht als Randnotiz, sondern als zentrales Anliegen. Mit gezielten Initiativen und einer klaren Haltung setzen wir uns für dauerhaft gepflegte öffentliche Räume ein, ohne dabei Symbolpolitik zu betreiben. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen die Pflege öffentlicher Räume systematisch verbessern – mit klaren Intervallen, verlässlichen Zuständigkeiten und nachvollziehbaren Prioritäten. Dabei setzen wir auf Organisation statt Aktionismus: Regelmäßige Pflege und kluge Planung sorgen für mehr Aufenthaltsqualität als kurzfristige Einzelaktionen. 

 

Außerdem werden wir uns bei allen künftigen Projekten – wie der Hauptstraßengestaltung – dafür einsetzen, dass die langfristige Unterhaltung von Anfang an mitgeplant wird. Eine Fläche ist nur dann ein Gewinn für die Lebensqualität, wenn sie auch nach Jahren noch ansprechend und gepflegt wirkt. 

4.) Wirtschaft stärken 

Hauptstraße stärken – Chancen im Strukturwandel nutzen 

 

Die Hauptstraße ist das wirtschaftliche und soziale Rückgrat Langerwehes – doch viele Leerstände, mangelnde Aufenthaltsqualität und fehlende Impulse gefährden ihre Funktion. Eine lebendige Ortsmitte braucht attraktive Läden, gute Erreichbarkeit und gezielte Förderung. Wir setzen uns für ein klares Konzept zur Belebung der Hauptstraße ein – mit Veranstaltungen, Standortmarketing und echten Anreizen für neue Geschäfte. 

 

Das von Ehrenamtlichen gepflegte Jakobsgärtchen ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Aufenthaltsqualität, Engagement und Identifikation mit dem Ort Hand in Hand gehen. Solche Projekte zeigen: Es braucht nicht immer große Investitionen, sondern das Zusammenspiel aus Initiative, Pflege und Raum für Begegnung. 

 

Das erfolgreich beantragte Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ ist ein erster Schritt, um genau solche Impulse zu fördern. Für den Herbst 2025 ist die Einrichtung mobilen Stadtgrüns am Töpferplatz und Kirchvorplatz vorgesehen – ein Beitrag zur Aufwertung der Ortsmitte, den wir ausdrücklich begrüßen und eng begleiten werden. 

 

Gleichzeitig wollen wir die wirtschaftliche Entwicklung in Langerwehe aktiv mitgestalten. Der Strukturwandel bietet Chancen – wir wollen sie nutzen. Unser Ziel ist die gezielte Ansiedlung kleiner und mittlerer Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, Gewerbesteuer einbringen und wirklich zum Ort passen. Auch bestehenden Betrieben wollen wir helfen, in Langerwehe weiterzuwachsen – durch Entwicklungsflächen und gute Rahmenbedingungen. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir denken Wirtschaft lokal, pragmatisch und zukunftsorientiert. Für uns ist die Hauptstraße nicht nur ein Standort, sondern ein Ort des täglichen Lebens. Statt großer Versprechen setzen wir auf konkrete Impulse – gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. Wirtschaftspolitik heißt für uns auch Aufenthaltsqualität und Raum für bürgerschaftliches Engagement. 


Was wir bereits erreicht haben 

 

Mit dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ wurde auf Antrag der Verwaltung und mit politischer Unterstützung ein konkreter Rahmen geschaffen, um die Ortsmitte attraktiver zu gestalten. Die geplanten Maßnahmen, darunter das mobile Stadtgrün, sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer belebteren Hauptstraße. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen die Hauptstraße gezielt weiterentwickeln – durch Leerstandsmanagement, Standortmarketing und Aktionen, die den öffentlichen Raum wieder zum Ort der Begegnung machen. 

 

Ein Beispiel dafür ist unser Antrag zur Einführung eines Feierabendmarkts, den wir als Möglichkeit zur Belebung der Ortsmitte eingebracht haben. Die Idee war, einen regelmäßigen, niedrigschwelligen Markt gemeinsam mit örtlichen Akteuren zu entwickeln – offen für neue Formate, ergänzend zum bestehenden Wochenmarkt. Unser Antrag wurde im Ausschuss leider abgelehnt. Dennoch halten wir an der Idee fest: Ein Feierabendmarkt kann Einzelhandel, Gemeinschaft und Ortsleben stärken – und verdient eine neue Chance. 

 

Wirtschaftsförderung heißt für uns auch, neue Unternehmen anzusiedeln, die Arbeitsplätze schaffen und langfristig zur Stärkung der Gemeinde beitragen. Bestehende Betriebe sollen innerhalb Langerwehes wachsen können – mit Planungssicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten, die auf den Ort zugeschnitten sind. 

5.) Für Familien & Jugendliche 

Perspektiven schaffen – Raum für Begegnung, Bewegung und Beteiligung 

 

Kinder, Jugendliche und Familien brauchen mehr als nur Betreuung – sie brauchen Raum, Teilhabe und echte Angebote im Alltag. Wir setzen uns für Projekte ein, die Begegnung ermöglichen, Bewegung fördern und Beteiligung ernst nehmen. Ziel ist es, Langerwehe in allen Ortsteilen familienfreundlich zu gestalten und jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. 

 

Ein zentraler Baustein dafür ist das Stadion in Langerwehe – ein Ort mit großem Potenzial, der aktuell fast ausschließlich von der Schule genutzt wird. Wir fordern, dass diese Fläche zukünftig auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht: für Familien, Vereine und alle, die sich sportlich betätigen möchten. Eine Öffnung ist organisatorisch möglich – wenn der politische Wille vorhanden ist. Damit entstünde ein Ort für generationsübergreifende Bewegung, Begegnung und Gemeinsinn – mitten in Langerwehe. 

 

Ergänzend setzen wir uns für ein Sportfest mit Gemeindepokal und Sportabzeichen ein. Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt, schaffen neue Traditionen und machen die Vielfalt unserer Gemeinde sichtbar. 

 

Daneben bleiben auch kleine Maßnahmen wichtig. Die von uns angestoßene Ausstattung von Spielplätzen mit Sandspielzeugkisten ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Beispiel für familienfreundliche Politik. Auch neue Spiel- und Sportflächen, etwa Basketballkörbe oder Bolzplätze in den Ortsteilen, wurden von uns beantragt oder mitgestaltet. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Andere reden über Jugendbeteiligung – wir bringen sie ein. Unser Ansatz ist: zuhören, ernst nehmen, umsetzen. Ob neue Sportangebote, offene Flächen oder niedrigschwellige Ideen – wir wollen eine Gemeinde, in der Familien und junge Menschen sich wiederfinden. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Auf unsere Initiative hin wurden Spielplätze in Merode, Luchem, Geich und Hamich mit Sandspielzeugkisten ausgestattet. Darüber hinaus haben wir konkrete Anträge für neue Spiel- und Bewegungsflächen gestellt. Die Öffnung des Stadions wurde mehrfach eingebracht, bislang ohne Erfolg. Wir bleiben dran, weil wir glauben: Es wäre möglich – wenn man es nur will. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen das Stadion endlich öffentlich nutzbar machen und damit einen Raum schaffen, der allen Generationen offensteht. 

 

Zudem setzen wir uns für ein offenes Sportfest ein, das den Zusammenhalt stärkt und Bewegung sichtbar macht. 

 

Jugendliche sollen aktiv mitgestalten können – nicht nur bei eigenen Projekten, sondern auch bei Infrastrukturvorhaben, die ihre Lebenswelt betreffen. 

6.) Seniorengerecht & barrierefrei 

Langerwehe für alle Generationen – sicher, zugänglich und lebenswert 

 

Eine Gemeinde ist dann stark, wenn alle Menschen gut in ihr leben können – unabhängig vom Alter oder körperlichen Einschränkungen. Langerwehe braucht barrierefreie Wege, erreichbare Nahversorgung und eine Infrastruktur, die ältere Menschen mitdenkt. Es sind oft die kleinen Dinge im Alltag, die entscheidend sind: eine Sitzbank an der richtigen Stelle, ein stufenfreier Zugang zum Gebäude oder klare Beschilderung. 

 

Wir wollen, dass Barrierefreiheit zum selbstverständlichen Bestandteil aller Sanierungen und Neubauten wird – nicht als Sonderfall, sondern als Regel. Dazu gehört auch, bestehende Einrichtungen kritisch zu prüfen: Wo fehlen Sitzgelegenheiten? Wo sind Gehwege uneben oder schlecht beleuchtet? Welche öffentlichen Orte sind für Menschen mit Gehhilfen oder Rollatoren nicht nutzbar? 

 

Langerwehe soll für alle Generationen zugänglich bleiben – auch bei zunehmendem Alter. Dazu braucht es keine spektakulären Großprojekte, sondern kluge Planung, vorausschauende Sanierung und eine Politik, die mit offenen Augen durch die Gemeinde geht. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Barrierefreiheit darf nicht an Fördermitteln oder bürokratischen Zuständigkeiten scheitern. Wir denken vom Menschen aus – nicht von der Norm. Was machbar ist, muss konsequent mitgedacht und umgesetzt werden. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

In politischen Beratungen haben wir immer wieder auf die Belange älterer Menschen hingewiesen – etwa bei der Gestaltung von Wegen oder der Nutzbarkeit öffentlicher Einrichtungen. In vielen kleineren Entscheidungen wurde Barrierefreiheit auf unsere Initiative hin zumindest thematisiert – der Weg ist richtig, aber längst nicht abgeschlossen. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen, dass Barrierefreiheit bei allen künftigen Sanierungen und Planungen verbindlich mitgedacht wird. Die Gemeinde soll sich bei jedem Bauvorhaben die Frage stellen: Ist das auch für ältere Menschen sicher und zugänglich? 

 

Zudem fordern wir eine systematische Erfassung und Pflege von Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum. 

 

Auch die Anbindung an zentrale Orte – ob analog oder digital – muss im Alltag für alle Generationen funktionieren. 

7.) Bildung & Betreuung 

Früh fördern, gut begleiten – mit starker Infrastruktur und verlässlichen Angeboten 

 

Bildung beginnt vor Ort – mit intakten Schulgebäuden, verlässlicher Betreuung und einer Umgebung, die Lernen und Entwicklung unterstützt. Auch wenn viele Zuständigkeiten beim Kreis oder dem Land liegen, ist die Gemeinde für zentrale Rahmenbedingungen verantwortlich: Gebäude, Ausstattung, Sanierung und organisatorische Abläufe. 

 

Wir setzen uns für eine frühzeitige Erfassung des baulichen Zustands aller Schul- und Betreuungseinrichtungen ein – eingebettet in eine umfassende Liegenschaftsstrategie. So kann gezielt saniert, modernisiert und investiert werden, bevor es zu Engpässen oder Schäden kommt. 

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der offenen Ganztagsschule (OGS). Viele Eltern sind auf gute und verlässliche Betreuungsangebote angewiesen. Auch wenn die Organisation überwiegend bei anderen Trägern liegt, muss die Gemeinde hier eng begleiten, mitsteuern und aktiv Rückmeldung aus der Bevölkerung aufnehmen. 

 

Im Bereich der Kindertagesstätten wurde in der vergangenen Legislatur ein grundlegender Wechsel vollzogen: Die gemeindeeigenen Kitas wurden in die Trägerschaft der Kreismäuse AöR überführt. Die Verantwortung liegt nun beim Kreis Düren, die Finanzierung erfolgt über die Jugendamtsumlage. Diese Neuausrichtung ermöglicht eine stärkere Bündelung der Aufgaben und sorgt für mehr Entlastung bei der Verwaltung. 

 

Ein weiteres Anliegen betrifft die Gesamtschule Europaschule in Langerwehe: In den vergangenen Jahren kam es wiederholt dazu, dass Kinder aus Langerwehe bei der Anmeldung abgelehnt wurden – obwohl sie direkt vor Ort wohnen. Gleichzeitig wurden Schülerinnen und Schüler aus Nachbarkommunen aufgenommen. Wir halten das für nicht vermittelbar. Bei einer Mehrheit für unseren Antrag würde das Aufnahmeverfahren der Europaschule Langerwehe gemäß § 46 Schulgesetz NRW geändert werden: Künftig hätten Kinder aus der Gemeinde Langerwehe dann Vorrang bei der Platzvergabe, wenn die Aufnahmekapazität überschritten wird. Damit würden wir sicherstellen, dass Langerweher Kinder auch einen Schulplatz in ihrer Heimatgemeinde bekommen. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir versprechen nichts, was nicht in unserem Einflussbereich liegt – und übernehmen dort Verantwortung, wo wir gestalten können. Für uns beginnt Bildungspolitik bei funktionierenden Strukturen, nicht bei Schlagwörtern. Und: Die Interessen der Menschen vor Ort haben für uns Vorrang. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Wir haben erreicht, dass Schulen und Kitas in die kommunale Liegenschaftsstrategie eingebunden werden – das schafft Klarheit über Sanierungsbedarf und Prioritäten.
Zudem haben wir den Trägerwechsel bei den Kitas aktiv begleitet und damit die Gemeinde strukturell entlastet.          
Mit unserem Antrag zur Europaschule setzen wir uns konkret dafür ein, dass Langerweher Kinder auch tatsächlich einen Schulplatz in Langerwehe bekommen. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen, dass der bauliche Zustand aller Bildungs- und Betreuungseinrichtungen systematisch erfasst und priorisiert angegangen wird – eingebunden in eine transparente Sanierungsstrategie.
 Zudem begleiten wir den Ausbau der OGS-Angebote mit einem klaren Blick auf Qualität, Bedarf und Rückmeldung aus der Praxis. 

 

Beim Thema Gesamtschule setzen wir uns weiter dafür ein, dass die Kinder aus Langerwehe bei der Platzvergabe nicht benachteiligt werden. 

8.) Klima, Umwelt & Energie 

Ziele nicht nur setzen, sondern auch erreichen 

 

Langerwehe hat ein Klimaschutzkonzept – aber leider fehlt es seit Jahren an der Umsetzung. Zwar wurden ambitionierte Ziele beschlossen, doch viele darin enthaltene Maßnahmen wurden bislang nicht realisiert. Grund dafür ist auch das Auslaufen des Klimaschutzmanagements. Wir haben uns wiederholt dafür eingesetzt, diese Stelle fortzuführen – trotz möglicher Fördermittel wurde unser Vorschlag jedoch abgelehnt. Ohne zuständiges Personal fehlt es an Koordination, Transparenz und Fortschritt. 

 

Wir glauben: Klimaschutz ist keine Kür, sondern kommunale Pflicht. Wer heute in kluge Maßnahmen investiert, sichert langfristig finanzielle Stabilität, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven für die kommenden Generationen. 

 

Gerade dort, wo Wirtschaftlichkeit und Ökologie zusammenkommen, sehen wir Handlungsbedarf. So wurden in der Vergangenheit bereits viele öffentliche Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet – die Potenziale auf kommunaler Ebene sind weitgehend ausgereizt. Umso wichtiger ist es nun, Klimaschutz integrativ zu denken: 

 

Die Liegenschaftsanalyse muss künftig auch energetische Sanierungsbedarfe systematisch erfassen und priorisieren. Nur so lassen sich Einsparpotenziale heben, Folgekosten senken und Fördermittel sinnvoll nutzen. 

 

Gleichzeitig müssen wir Klimaanpassung stärker mitdenken. Der Klimawandel zeigt sich längst nicht nur in CO₂-Zahlen, sondern in immer häufigeren Extremwetterereignissen – von Dürre und Trockenheit bis hin zu Starkregen und Überschwemmungen. Die Flutkatastrophe von 2021, die auch unsere Region heimgesucht hat, ist uns allen noch immer deutlich im Gedächtnis. 

 

Gerade beim Hochwasserschutz braucht es jetzt mehr Tempo. Zwar befinden sich entsprechende Maßnahmen in der Planung, doch bislang ist in Langerwehe wenig sichtbar passiert. Wir fordern von der Gemeinde: einen intensiveren Austausch mit dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER), klare Prioritäten, stärkere Koordination und die gezielte Nutzung bestehender Förderprogramme. Wer heute vorsorgt, schützt Menschen und Infrastruktur von morgen. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir fordern keine neuen Ziele ohne Plan. Uns geht es um Umsetzbarkeit, Wirkung und dauerhafte Strukturen. Klimaschutz muss vor Ort passieren – in kleinen Schritten, aber mit einem klaren Fahrplan. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Wir haben uns mehrfach für eine Fortführung des Klimaschutzmanagements eingesetzt. Auch die stärkere Verankerung energetischer Fragen in der Liegenschaftsstrategie wurde durch uns angestoßen. 

 

Zudem haben wir die Photovoltaik-Strategie konstruktiv begleitet – auch wenn die Spielräume auf öffentlichen Dächern inzwischen weitgehend ausgeschöpft sind. 

 

Ein weiteres Beispiel für gelebten Naturschutz ist das Projekt „Storchenwiesen“, das wir initiiert und politisch angestoßen haben. Auch wenn die Flächensuche noch läuft, zeigt sich bereits jetzt das Potenzial solcher Initiativen: Sie verbinden ökologische Aufwertung mit lokaler Identität und einem sichtbaren Beitrag zum Artenschutz. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir fordern eine Wiederaufnahme des Klimaschutzmanagements mit klaren Zuständigkeiten und verbindlichem Fahrplan. 

 

Klimaschutzmaßnahmen sollen integraler Bestandteil der Liegenschaftsanalyse werden – mit Fokus auf energetischer Sanierung und Fördermittelausschöpfung. 

 

Wir setzen uns außerdem für innovative Projekte zur Energiegewinnung ein – etwa die Nutzung des neuen Lärmschutzwalls an der B264 im Bereich des Töpferquartiers für eine Photovoltaikanlage. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Solche Flächen eignen sich besonders gut für die Nutzung erneuerbarer Energien, da sie keine neuen Eingriffe in Natur oder Wohngebiete erfordern. Für uns gilt: Wo sinnvolle Nutzung und Nachhaltigkeit zusammenkommen, wollen wir konsequent Chancen nutzen.         

 

Wir wollen Klimapolitik, die nicht nur ambitioniert klingt, sondern auch funktioniert – vor Ort, nachvollziehbar und wirtschaftlich tragfähig. 

9.) Sicherheit & Ordnung 

Lebensqualität braucht Sicherheit – sichtbar, verständlich und ohne Symbolpolitik 

 

Sicherheit ist mehr als Polizeipräsenz. Es geht um das Gefühl, sich in allen Ortsteilen zu jeder Zeit sicher und wohlzufühlen – auf dem Weg zum Bahnhof, abends auf dem Schulhof oder beim Spaziergang durchs Dorf. Ein sicheres Umfeld entsteht durch durchdachte Gestaltung, gute Beleuchtung, Pflege und klare Kommunikation – nicht durch immer neue Vorschriften oder symbolische Maßnahmen. 

 

Sauberkeit spielt dabei eine zentrale Rolle. Verwahrloste Plätze, Müll und Vandalismus mindern das Sicherheitsempfinden und beschädigen das Miteinander. Deshalb setzen wir uns für regelmäßige Reinigung, Instandhaltung und die konsequente Ahndung von Verschmutzungen ein. Gleichzeitig braucht es Eigenverantwortung von uns allen – denn Lebensqualität beginnt auch beim Respekt für den öffentlichen Raum. 

 

Wir wollen Angsträume in der Gemeinde gezielt entschärfen. Besonders der Bereich rund um den Bahnhof oder der Schulhof der Europaschule wurden in der Vergangenheit häufig als negativ empfunden. Hier braucht es sichtbare Präsenz, bessere Beleuchtung und ein konsequentes Beseitigen von Missständen – ohne Pauschalverurteilungen, sondern mit einem klaren Blick auf die tatsächliche Lage vor Ort. 

 

Dabei setzen wir auf Prävention und Zusammenarbeit – mit Verwaltung, Ordnungsamt, Polizei, aber auch mit den Menschen selbst. Wer sich sicher fühlt, ist eher bereit, Verantwortung für das Umfeld zu übernehmen. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir setzen auf gesunden Menschenverstand statt Überwachung. Sicherheit entsteht durch Gestaltung und Beteiligung – nicht durch Kameraüberwachung oder neue Verbote. Wir schauen hin, analysieren und handeln dort, wo es notwendig ist. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Wir haben auf Problemstellen aufmerksam gemacht und in Ausschüssen konkrete Maßnahmen eingefordert – z. B. in Bezug auf die Beleuchtung an Angsträumen. Auch die Idee einer digitalen Erfassung von Ordnungsstörungen wurde von uns unterstützt, um zielgerichteter reagieren zu können. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen Angsträume gezielt entschärfen – durch bessere Beleuchtung, Pflege und sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum. 

 

Wir setzen uns dafür ein, dass Beschwerden, Ordnungsverstöße und Rückmeldungen systematisch erfasst und ausgewertet werden – nicht als Einzelfälle, sondern als Grundlage für konkrete Entscheidungen. 

 

Wir möchten die regelmäßige Reinigung und Pflege aller öffentlichen Flächen sicherstellen und Bürgerinnen und Bürger dafür sensibilisieren, Verantwortung für ein sauberes Umfeld zu übernehmen. 

 

Unser Ziel ist eine Gemeinde, in der man sich gerne aufhält – und in der Sicherheit nicht bedeutet, überall Verbotsschilder aufzustellen. 

10.) Integration & gesellschaftlicher Zusammenhalt

Verantwortungsvoll gestalten – mit Respekt, Regeln und klarer Linie 

 

Zusammenleben funktioniert nur dort gut, wo klare Strukturen, gegenseitiger Respekt und verbindliche Regeln gelten. Integration ist keine Einbahnstraße – sie erfordert Angebote, aber auch die Bereitschaft zur Mitwirkung. Langerwehe soll ein Ort sein, in dem Vielfalt gelingt – aber nicht auf Kosten der sozialen Balance oder durch Überforderung einzelner Ortsteile. 

 

Wir stehen für eine Integration, die im Alltag funktioniert: in Nachbarschaften, in Vereinen, in der Schule und am Arbeitsplatz. Integration gelingt dort, wo Menschen sich begegnen – nicht in anonymen Strukturen. Deshalb setzen wir auf dezentrale Lösungen, auf Sprachförderung, Beteiligung und realistische Erwartungen an alle Seiten. 

 

Zugleich wollen wir das Engagement der Vereine und ehrenamtlichen Initiativen stärken, die das Miteinander in Langerwehe prägen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Status. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich begegnen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir setzen nicht auf Symbolpolitik, sondern auf konkrete Schritte für Integration im Alltag. Für uns gilt: Wer hier lebt, soll Teil unserer Gemeinschaft werden – mit Rechten, aber auch mit Verantwortung. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Wir haben uns in der Vergangenheit klar gegen zentrale Unterbringung an ungeeigneten Standorten ausgesprochen – insbesondere dort, wo dadurch bestehende soziale oder öffentliche Strukturen verdrängt werden. Auch wenn unsere Bedenken nicht immer gehört wurden, haben wir den Dialog gesucht und auf eine dezentrale, ortsverträgliche Lösung gedrängt. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen, dass Integration als Querschnittsaufgabe gedacht wird – nicht als Sonderthema.
Vereine, ehrenamtliche Projekte und Begegnungsorte sollen gezielt gestärkt werden.
Zugleich fordern wir, dass Regeln, Sprachkompetenz und Mitwirkung konsequent eingefordert werden – für ein Zusammenleben auf Augenhöhe. 

11.) Strukturwandel & politische Kontrolle 

Nicht nur zuschauen – sondern gestalten. Langerwehe muss profitieren. 


 

Der Strukturwandel ist eine einmalige Chance für unsere Region – aber nur dann, wenn die Mittel auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden: vor Ort, in den Kommunen, bei den Menschen. Der bisherige Prozess ist leider oft geprägt von überregionalen Gesellschaften, komplizierten Zuständigkeiten und langwierigen Abstimmungen. Vieles bleibt für Bürgerinnen und Bürger – und sogar für gewählte Vertreter – kaum nachvollziehbar. 

 

Wir stehen dem System kritisch gegenüber, wissen aber auch: Es ist Realität. Deshalb gilt für uns: Wir wollen keine Zeit mit Ideologie oder Prinzipienreiterei verlieren – sondern das Beste aus dem bestehenden System herausholen. Langerwehe muss sich aktiv einbringen, Projekte entwickeln, Anträge stellen – und dafür sorgen, dass wir unseren fairen Anteil bekommen. 

 

Es gibt viele gute Ansätze: das Konzept zur Umgestaltung der Hauptstraße (De Zwarte Hond), die Erneuerung des Bahnhofsgebäudes und der Unterführung, der Ausbau des Umfelds als „Tor zum Indeland“. Diese Projekte müssen jetzt mit Nachdruck weiterverfolgt und über Strukturwandelmittel mitfinanziert werden. Denn Tourismusförderung ist mehr als eine Route über die Via Regia – sie braucht Aufenthaltsqualität, Mobilität und Perspektiven. 

 

Gleichzeitig geht es auch um Arbeitsplätze. Die Entwicklung des Gewerbegebiets an der L12n ist Teil des Strukturwandels – hier entstehen neue Jobs. Aber auch hier gilt: Die Planungen müssen begleitet, die Auswirkungen auf Verkehr und Ortsstruktur mitgedacht werden. Langerwehe darf nicht nur Durchgangsort sein – sondern ein Ort, an dem Menschen gerne ankommen und bleiben. 

 

Unsere Linie – und warum wir anders arbeiten 

 

Wir stellen keine Grundsatzfragen, wo es um konkrete Chancen geht. Wir wollen, dass Langerwehe seinen fairen Anteil bekommt – und sind bereit, dafür die nötigen Schritte zu gehen. Förderanträge, Konzepte, klare Prioritäten: Das ist unser Weg, um im Strukturwandel mitzuhalten. 

 

Was wir bereits erreicht haben 

 

Wir haben viele der laufenden Projekte mit vorbereitet, kritisch begleitet und aktiv gefordert, dass sie Teil der Förderstrategie werden. Auch in schwierigen Abstimmungen haben wir uns dafür stark gemacht, dass Langerwehe nicht nur zuschaut – sondern mitgestaltet. 

 

Unsere Ziele der kommenden Legislatur 

 

Wir wollen konkrete Strukturwandelprojekte in Langerwehe weiterentwickeln und zur Umsetzung bringen – darunter die Bahnhofsumgestaltung, die Hauptstraße, Radverbindungen ins Umland und die wirtschaftliche Entwicklung des Gewerbegebiets. 

 

In den letzten Jahren wurden viele Konzepte erarbeitet – jetzt muss daraus auch sichtbare Umsetzung entstehen. Fördermittel dürfen nicht in Planungsprozessen versanden, sondern müssen zielgerichtet abgerufen und eingesetzt werden. 

 

Wir setzen uns für mehr Transparenz bei überregionalen Entscheidungen ein – und dafür, dass auch kleinere Kommunen im Strukturwandel sichtbar und handlungsfähig bleiben. 

 

Dafür braucht es strategisches Arbeiten, gute Konzepte und politischen Willen – genau dafür stehen wir.